Wassertests auf Pestizide

Insektizide, Herbizide und Fungizide werden großflächig auf Felder ausgebracht, in Deutschland pro Jahr etwa 30.000 Tonnen, und verseuchen dabei den Boden und die Pflanzen. Diese Stoffe sollen bei Früchten und Gemüse störende Insekten, Unkraut und Pilze bekämpfen. Sie sind wirkungsvoll und giftig nicht nur für die Zielobjekte, sondern auch für unsere Gesundheit, für Tiere und für das gesamte Ökosystem. Spuren von Pestiziden sind überall zu finden: In der Erde, im Wasser und sogar im Fettgewebe der in der Arktis lebenden Eisbären.

Diese chemischen Gifte bringen uns bei einmaliger Aufnahme zwar nicht um und wir merken sie nicht unmittelbar, aber bei ständiger Aufnahme durch belastete Nahrungsmittel oder Trinkwasser werden sie im Körper angereichert, vergiften den Organismus und verursachen Krankheiten.

Manche Pestizide können Allergien auslösen, das Hormonsystem schädigen und die Fortpflanzungsfähigkeit und das Nervensystem beeinträchtigen. Sie werden in den Fettzellen abgelagert und können so Übergewicht verursachen. Vier Prozent der europaweit zugelassenen Pestizide stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.

Ein aktuelles Beispiel für die Belastung des Trinkwassers durch Pestizide stellt Glyphosat dar. Das Pflanzenschutzmittel Glyphosat ist in Deutschland in 60 zugelassenen Pestizidprodukten enthalten und soll eigentlich unliebsame Pflanzen entfernen. Eingesetzt wird es im Getreideanbau, Obstbau, Weinbau, Gemüsebau und auch auf Nicht-Kulturland.

Untersuchungen des vor allem in den USA viel genutzten Pestizids Roundup (enthält Glyphosat) haben ergeben, dass die Konzentration von Mikro- und Nanoplankton in betroffenen Gewässern stark zurückgeht.

Von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) wurde Glyphosat in seiner Gefährlichkeit hochgestuft. Aus “möglicherweise krebserzeugend für Menschen” ist jetzt “wahrscheinlich krebserzeugend für Menschen” geworden.

 

Eine chemische Untersuchung Ihres Trinkwassers gibt Ihnen Auskunft darüber, ob eine Gefährdung durch Pestizide vorliegt.

 

Pestiziduntersuchung im Trinkwasser

Pestizide sind eine Gruppe von ca. 1700 verschiedenen Schädlingsbekämpfungsmitteln. Sie sind für Menschen und warmblütige Wirbeltiere im µg/kg-Bereich über längere Zeit giftig.

Eine Problematik mancher insbesondere älterer Pestizide besteht in deren Langlebigkeit. Häufig werden durch mikrobiologische Vorgänge im Boden und im Wasser Abbauprodukte der Stoffe gebildet, von denen einige langlebiger und toxischer als die Ausgangsprodukte sind.

Mit modernsten Analysemethoden untersuchen wir Ihr Trinkwasser auf eine Vielzahl aktueller und in der Vergangenheit verwendeter Pestizide.

 

So einfach geht’s – in vier Schritten zum Ergebnis:

  1. Nach Bestellen des Labortests schicken wir Ihnen eine Probenflasche in einer Isolierbox zu.
  2. Die Trinkwasserprobe entsprechend der beiliegenden Anleitung von Ihrer Wasserleitung nehmen. Dabei wird die Probenflasche mit Leitungswasser gefüllt.
  3. Probenflasche wieder in die Isolierbox legen und verschließen. Die Isolierbox mit dem mitgelieferten Retouren-Etikett versehen und beim nächstgelegenen DHL-Paketshop abgeben – ohne zusätzliche Kosten.
  4. Wir untersuchen Ihre Probe in 10 – 15 Tagen. Sie erhalten dann von uns per E-Mail einen Ergebnisbericht zur Untersuchung mit Bewertung des Resultats, empfohlenen Maßnahmen und Informationen zum Ergebnis.

 

Wir bieten dazu folgende Labortests:

Trinkwassertest auf 466 Pestizide

 

Trinkwassertest auf 536 Pestizide